11.11.2019

Echt AWO. Seit 1919.

Echt AWO. Seit 1919.Bild: SPD - Graben-Neudorf

Im November 1918 rief Sozialdemokrat Philipp Scheidemann die Republik (lat. res publica = Gemeinwesen) aus. Ein wichtiger Schritt zu einer neuen, demokratischen Gesellschaftsordnung, die auch ein neues Wahlrecht brachte: "Alle Wahlen zu öffentlichen Körperschaften sind fortan nach dem gleichen, geheimen, direkten, allgemeinen Wahlrecht [...] für alle […] männlichen und weiblichen Personen zu vollziehen".

Damit war der Weg frei für Sozialpolitikerin und Frauenrechtlerin Marie Juchacz, die dank des erkämpften Frauenwahlrechts in das deutsche Parlament einzog und deren größte sozialpolitische Leistung die Gründung der Arbeiterwohlfahrt (AWO) im Dezember 1919 war, als Selbsthilfe der Arbeiterschaft während der Leidensjahre Millionen Deutscher nach dem Ersten Weltkrieg. 100 Jahre liegt dieses Ereignis zurück, die AWO-Geschichte wird fortgeschrieben.

„Am Ende des NS-Regimes 1949 half die AWO als moderner Wohlfahrtsverband mit, das Sozialstaatsgebot des Grundgesetzes mit Leben zu füllen“, erklärte Bürgermeister Christian Eheim bei der Ausstellungseröffnung „100 Jahre AWO“ im Rathausfoyer. Eheim hob hervor, dass seit Gründung auch die AWO Graben-Neudorf zum sozialen Miteinander beitrage: „Das Seniorenzentrum Rheinaue, die AWO-Zwergenstube, Seniorentreff, Ferienbetreuung - diese Angebote stärken unsere Gemeinschaft.“

„Die Geschichte der Arbeiterwohlfahrt ist eine erfolgreiche“, sagte AWO-Kreisvorsitzender Roland Herberger in seinem Grußwort und ergänzte: „Echt AWO eben.“ Christian Eheim und Roland Herberger dankten im Anschluss Beate Zimmermann für ihren jahrelangen Einsatz als Vorsitzende der AWO Graben-Neudorf. „Dem schließen wir uns an“, bekundet SPD-Ortsvereinsvorsitzender Claus-Dieter Fritz: „Danke Beate, von Herzen!“

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